Freitag, 29. August 2008

Asado...

Der letzte Eintrag ist zwar noch nicht so lange her, aber seit dem ist schon relativ viel passiert. Ich versuche zwar immer wieder mal etwas neues hier hinein zu schreiben aber irgendwie kommt öfters was dazwischen...aber ich bin ja auch nicht weggegangen um ständig alles hier hineinzuschreiben.. ich möchte ja auch hier etwas erleben und mich auf das leben hier einstellen.. also nehmt es mir nicht übel liebe Leser, wenn ich diesen Blog allzu oft aktualisiere oder wenn hier Rechtschreibfehler zu finden sind. Ich versuche jedoch es jetzt bald ein mal im Monat etwas neues zu schreiben.... 

Aber am besten fange ich jetzt erstmal an zu erzaehlen was so passiert ist:

Am Freitag (29.08.2008) hatten wir unseren letzten Tag vom Sprachkurs. Um den etwas besonders zu gestalten haben abends ein Asado veranstaltet bzw unsere Sprachlehrer haben das gemacht. Mittags haben wir noch so ein paar Fotos von der Sprachgruppe gemacht und Zertifikate bekommen, dass wir am Sprachkurs teilgenommen haben. So gegen 10 Uhr abends wurde der Grill angemacht, nur bis das Fleisch dann derer Meinung nach fertig war, wars so eins oder so. also eher spaeter, als wir das aus Deutschland kennen... es hat auch schon so ne stunde gebracht, wenn nicht länger bis der grill an war.... Die Stimmung ums Feuer herum war aber voll cool, nur das Fleisch war nicht so das Beste... nicht nur meiner Meinung nach. Irgendwie war es zu zäh.... man hat sich wie ein Tier gefühlt, dass vergeblich versucht ein Stück Fleisch aus einem größerem Stück zu reißen.... Naja dafür wars lustig. Wenn man sich jedoch den Grill anschaut, so sieht man dass wir da fast nen ganzes rind serviert bekommen haben... Um jetzt schon Fragen zu klären... ja ich habe alles probiert, soll aber nicht heissen das das alles gut war.

An dem darauffolgendem Samstagabend waren wir dann so zu 20 Leuten in ner Disco hier in Buenos Aires, nannte sich Mint. So wie das in Deutschland ist mit 20 Leuten wegzugehen so ähnlich ist das auch hier vielleicht sogar noch etwas schlimmer, da wir mit bus und taxi unterwegs waren. Da wir Deutsche sind hat man uns auch direkt an den Passkontrollen durchgelassen, aber nur mit dem Hintergrund uns einen Vip platz anzubieten...  Haben wir aber nicht gemacht , da wir bei nem andern Angebot für nur 3 euro pro person rein kamen. 

Das hat sich dann auch eher gelohnt, denn als wir dann drin waren war es auch schon so gegen halb 4. das klingt jetzt ziemlich spät, aber hier ist es schon normal, dass man erst so gegen 1 Uhr weggeht... die Party geht um 3 auch erst so richtig los. Deswegen muss man sich auch nicht wundern erst um 7 oder 8 oder um 9 uhr erst wieder zuhause zu sein. Das was mir im Mint aufgefallen ist war, dass die die Musik so richtig laut aufgedreht haben, wie ich es noch nicht erlebt habe. Ich glaube die haben hier keine Lärm grenze oder so... war zumindest krass laut.Wir waren dann die letzten die den Club verlassen haben (war so gegen 7, halb acht) und hatten echt voll glück. Das Mint liegt am Rio de la Plata (dem Fluss von B.A.) und dort konnten wir uns dann den Sonnenaufgang schön reinziehen....

Was noch so in letzter Zeit passiert ist, ist dass ich ein Meister in der Kunst der Artesania geworden bin. Artesania sind die typischen Sachen, wie Armbänder oder Ohrringe oder Ketten, die man aus Südamerika kennt. Während des Sprachkurses gab es eine Möglichkeit solche Sachen zu erlernen, was ich natürlich gemacht habe. Seitdem ich so ein paar Grundtechniken erlernt habe, bin ich voll im Artesania fieber und mache ständig bänder mit eigenen techniken und mustern... bin auch schon zum lehrer von dem anderen hier in der gruppe geworden... mal sehen was ich in so einem jahr alles kreiert habe...

Mit einem hier aus der Gruppe habe ich mich jetzt auch in einem Kunstturnclub angemeldet und bin stolzer Besitzer einer Mitgliedskarte... ich denke, dass mir das kunstturnen vllt beim parcour etwas weiterhelfen kann.. die Geräte hier sind voll ok und der Trainer hat es echt drauf. er hat auch schon für Argentinien geturnt. Wir trainiern 2 Mal in der Woche, ich weiss jedoch noch nicht ob ich es schaffe dort auch während meiner Zeit im Projekt dorthin gehen kann.. Ist so ca 1,5 stunden entfernt... Das klingt jetzt zwar voll lange... aber irgendwie ist es das überhaupt nicht... da ist das nen klacks. die Uhren ticken hier halt anders. In Deutschland  würden mich eine so lange Zeit davon abhalten zum Training zu gehen. Aber mal sehen wie das läuft. Vielleicht finde ich ja auch einen andern Club etwas näher bei mir dran.

Bei mir sieht die Situation gerade so aus, dass ich ab Dienstag 9.9.08 8(dem Geburtstag von meiner lieben Omi und dem Eike) ins Projekt gehe und ab Sonntag in meiner Wohnung in Palermo, einem gehobenen Viertel von B.A., sein werde. Dort ist auch der größte Park von Buenos Aires in der Nähe, also kann man da gut chillen und sich ausruhen... oder auch nicht... mal sehen.. da werden ja auch noch alle andern Menschen am Wochenende sein. Wenn jemand mein Adresse oder Telefonnummer haben möchte, so kann man mir einfach eine E-mail schreiben. 

Wie es dann dort aussieht und so werde ich dann mal veröffentlichen, wenn ich dort Internet und nen Laptop habe.

Bis dahin wünsche ich allen Lesern/innen

ein schöne Zeit wo auch immer sie auch sein mögen.

Schöne Grüsse zumindest aus Buenos Aires

Hasta Pronto

Julian

Donnerstag, 28. August 2008

Saludos de Argentina

Lieber Leser, liebe Leserin,

Dieser Blog beschreibt meine Erfahrungen, waehrend meines freiwilligen Friedensdienstes in Buenos Aires, Argentinien. Hier werden Kommentare und auch Fotos von der Stadt und mir ihr Zuhause finden.

Wenn nun also du, lieber Leser Zeit und Lust hast dir meine Erfahrungen anzuschauen, so bist du hier auf meiner Seite herzlichst willkommen.


Viel Spass beim weiteren durchstoebern!!!


Hier ein kurzer Ueberblick ueber meine jetzige Situation:

Ich bin jetzt schon so seit 3 Wochen hier in Buenos Aires. Seit meiner Ankunft am 11. August 2008 befinde ich mich in einem Sprachkurs der IERP (iglesia evangelica del rio de la plata), der Partnerkirche meiner Entsendeorganisation Evangelische Kirche von Westfalen. Ich bin hier in Argentinien als Botschafter der evangelischen Kirche von Westfalen. Ziemlich cooler Titel wie ich finde. Waehrend des Sprachkurses hatten/haben wir noch andere Aktivitaeten wie Ausfluege in die Stadt, Museumsbesuche und Vortraege ueber verschiedene Probleme von Argentinien und von Lateinamerika. Ich war schon bei dem Obelisken, am Hafen, beim Plaza de mayo, am regierungsgebaeude der casa rosada, in la boca und bin sonst noch so ein bisschen herum gekommen.



Das coolste Buenos Aires zu entdecken ist mit dem Fahrrad. Hier gibt es Fuehrungen duch die Stadt mit einem Fahrrad guide. Der erklaert einem dann alles und das Fahrrad fahren macht dann auch noch ordentlich Spass.



Bei einer Rally haben wir den Plaza de Mayo und das erste Hochhaus Lateinamerikas besucht. Dazu mussten wir noch ein Gespraech mit einem Argentinier fuehren und mit einem von hier Tango tanzen. Ich habe dann mit einer Verkaeuferin aus einem Schreibwarenladen getanzt. Also von koennen kann da noch keine Rede sein. Dienstags und Donnerstags gibt es hier einen Club wo man Kunstturnen machen kann. Den habe ich natuerlich schon besucht und werde mich dann jetzt auch mal dort anmelden. Der Trainer ist voll cool drauf. Werde da bestimmt ordentlich was lernen. Ich hoffe jetzt nur, dass das auch alles mit meinen Arbeitszeiten passt. Ich war bisher nur einmal in meinem Projekt, der Casa San Pablo, aber es halt mir da schon super gefallen. Ok es ist alles dreckig und so halt wie man es sich in einem Armenviertel vorstellt, aber die Menschen dort sind echt total nett. Die haben mich und den Jakob, der Junge aus Bayern, der auch noch mit Laura und mir in das Projekt geht, direkt bei sich zu Hause eingeladen und wir haben dann Mate-Tee getrunken. Erst war derein bisschen bitter, am man gewoehnt sich hier an den Geschmack. Denn so wie ich hier das Gefuehl habe hat jeder so einen Becher und trinkt Mate zu jeder Tageszeit. Bei Martin habe ich auch so etwas gesehn und er meinte das waere hier halt so ueblich dass jeder Mate trinkt. Martin ist der Sohn von Elsa, meiner argentinischen Sprachlehrerin die mir in Deutschland mit dem Spanisch geholfen hat. Er kann mir sogar auch einen Laptop besorgen, sodass ich dann nicht immer irgendwen anders um Erlaubnis fragen muss, um an einen Laptop zu gehen.

Ich hatte mir ja eigentlich gedacht, dass es hier schwer sein wird Leute zu finden mit denen ich Parcour laufen kann. Aber das ist gar nicht so ein grossen Problem. Hier gibt es so viele geile Spots, wo man voll viel machen kann. Ich habe dann auch noch von einem ehemaligen Freiwilligen erfahren, dass sich Leute zum parcour laufen in einem Park hier in der Naehe treffen. Diesen Park habe ich dann auch besucht, aber nicht zu der Zeit wo sich die Leute von hier treffen, nehme das aber schon bald wahr. Als ich einen Typen vom Kunstturnen auf parcour angesprochen habe meinte er dass er welche kennt die das machen und er wird sich jetzt mal bei mir melden wann und wo die sich treffen. Habe also mit parcour dann schonmal gut vorgesorgt. Mal sehen wie uebel die drauf sind.... freu mich schon.

Bald gibt es hier auch das erste Asado-fest... wird bestimmt der hamma, denn das Fleisch hier ist nicht zu uebertreffen und das beste ist: hier gibt es ueberall Fleisch und das auch noch voll guenstig. Wir hatten jetzt schon einige Fleisch pur Mahlzeiten... hehe . Eine davon war, dass wir 5.8 kg Fleisch fuer 8 Personen hatten...... viel lecker Fleisch.


Das war es jetzt auch schon eigentlich zum ersten kurzen Ueberblick zu meiner Situation hier in Buenos Aires.

Saludos de Buenos Aires al resto del mundo

Julian